AKTUELLE VORTRÄGE

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Kunstgespräch 

Mittwochs bei Hauser

 

In unregelmäßiger Folge wird das Stiftungscafé auf dem Kunst-, Wohn- und Arbeitsareal von Erich Hauser mittwochs zu einem Treffpunkt und Diskussionsforum für Kunstinteressierte der Region. Vertreterinnen und Vertreter aus Kunst, Wissenschaft und Ausstellungspraxis und alle, die zu Kunst und Kultur spannende Positionen vertreten, sind zu Kurzstatements eingeladen, über die dann im größeren oder kleineren Kreis diskutiert wird. Die Termine werden auf unserer Homepage angekündigt.

 

 

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„Kunst im Kreis“: Angela M. Flaig, Löwenzahnkreis, 2009; Foto: HP Kammerer

 

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Lothar Quinte, Schlitzbild (Komposition 18/II), 1966
Kunstsammlung des Landkreises Rottweil, Foto: Fritz Rapp

2. Kunstgespräch im Stiftungscafé 

Mittwochs bei Hauser

 

Öffentliche Kunstsammlungen mit regionalem Profil

Es spricht Kreisarchivar Bernhard Rüth, Historiker und Kunstexperte

 

Termin:

Mittwoch, 4. Juli 2018

19.30 Uhr, Stiftungscafé, Kunststiftung Erich Hauser

 

Öffentliche Kunstsammlungen sind „Schatzkammern“, die Kunstwerke als Kulturgut für die Allgemeinheit bewahren. Im Rahmen der Kulturförderung erfüllen sie eine wichtige Dokumentationsaufgabe. Bei der Kunststiftung Erich Hauser widmet sich Bernhard Rüth, Kreisarchivar des Landkreises Rottweil, im zweiten Kunstgespräch im Stiftungscafé dem Themenbereich „Öffentliche Kunstsammlungen mit regionalem Profil“. 

 

In einem Impulsreferat geht er einleitend auf die Motive und Intentionen ein, die hinter dem Aufbau öffentlicher Kunstsammlungen stehen, und nimmt die Prinzipien und Kriterien, denen öffentliche Institutionen und Organisationen bei ihren Sammelaktivitäten folgen, in den Blick. Am Beispiel der Kunstsammlungen des Landkreises Rottweil und der Oberschwäbischen Elektrizitätswerke zeigt der Referent Konzepte und Strukturen regional ausgerichteter Kunstsammlungen auf.

Im  anschließenden „Cafégespräch“ steht die „Regionalität“ bildender Kunst zur Diskussion. Macht es Sinn, in einer globalisierten Welt Kunst unter regionalen Gesichtspunkten zu sammeln?

 

Bernhard Rüth verfügt als Kulturreferent, Museumsleiter und Ausstellungskurator über vielfältige Erfahrungen im Kunstbetrieb. Seit Anfang der 1990er-Jahre baut er die Kunstsammlung des Landkreises Rottweil zu einer „Mustersammlung“ der Kunst im Kulturraum zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb aus. Als Kunstsachverständiger ist er auch für die Ankaufspolitik der Oberschwäbischen Elektrizitätswerke (OEW) zuständig; der Zweckverband verfügt über eine der bestbestückten regionalen Kunstsammlungen in Baden-Württemberg.

 

Es sind alle Interessierten herzlich eingeladen.

 

Der Eintritt ist frei.

 

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Abb. 1967 (Farbe), 2003, Mischtechnik, 127 x 251 cm, Foto: Reinhold Adt 
Im Bild ist das Plakat des Württembergischen Kunstvereins zur Ausstellung "Formen der Farbe" integriert, an der auch Pfahler und Lenk teilnahmen, beide wie Hauser aus dem "Stall" 
des Stuttgarter Galeristen Hans-Jürgen Müller.

1. Kunstgespräch im Stiftungscafé 

Mittwochs bei Hauser

 

Hauser und das Jahr 1967

Es spricht Reinhold Adt (geb. 1958), Mixed-Media-Künstler, Gunningen.

 

Termin:

Mittwoch, 16. Mai 2018

19.30 Uhr, Stiftungscafé, Kunststiftung Erich Hauser

 

Reinhold Adt, Multi-Media-Künstler aus Gunningen, ist ein Sammler und Archivar der heutigen Kunst- und Lebenswelt. Man könnte auch sagen, dass er als unersättlicher Jäger in den Höhen und Tiefen menschlicher Kreativität unterwegs ist und dabei vor allem auch an der Grenze zur Nicht-Kunst wildert, um Neues für die Kunst zu erbeuten. Texte und Bilder aus Politik, Kultur, Philosophie, Religion, Architektur, Kunst, Kunstgeschichte, Literatur und Werbung werden von ihm zusammengetragen. Das Gefundene wird geordnet, zugeordnet, miteinander verwoben, überhöht, mit Passepartouts versehen und in schöne Rahmen gesteckt. In diesen bunt gemixten Bildergalerien trifft Heterogenes aufeinander und vereint sich zu einer schönen Oberfläche, zu ornamentalen Strukturen und seriellen Rhythmen. 

 

Was hat das alles mit Hauser zu tun? Von großem Interesse sind für Reinhold Adt auch die Anderen, die berühmten und weniger berühmten Künstlerkollegen, ihre Kunst, Biografie und Statements. Auch Erich Hauser, den 1930 in Rietheim geborenen und 2004 in Rottweil auf seinem Kunst-, Wohn- und Arbeitsareal verstorbenen Bildhauer, ist in das Visier seiner Recherchen geraten und zwar unter einem ganz spezifischen Blickwinkel. Es ist das Jahr 1967. In diesem Jahr fand „eine Art Mini-Renaissance“ (Beatle George Harrison) statt, ein Jahr, in dem „unglaublich vielen verrückten Leuten unglaublich viele verrückte Dinge passierten“ (Rolling Stone Keith Richards). Der Künstler Reinhold Adt zeigt anhand einiger Exponate seines umfangreichen „Archivs 67“, welche bahnbrechenden Ereignisse die große weite Welt der Kunst – und das Leben überhaupt! - revolutionierten, wie auch der deutsche Südwesten davon beeinflusst wurde und inwiefern das Ganze Erich Hauser betrifft. 

 

In unregelmäßiger Folge wird das Stiftungscafé auf dem Kunst-, Wohn –und Arbeitsareal von Erich Hauser mittwochs zu einem Treffpunkt und Diskussionsforum für Kunstinteressierte der Region. Vertreterinnen und Vertreter aus Kunst, Wissenschaft und Ausstellungspraxis und alle, die zu Kunst und Kultur spannende Positionen vertreten, sind zu Kurzstatements eingeladen, über die dann im größeren oder kleineren Kreis diskutiert wird. Die Termine werden auf der Homepage der Kunststiftung angekündigt.

 

Der Eintritt ist frei.